Mein Ziel ist, eins zu sein mit meinen Pferden.

Dazu ist es wichtig, mit dem Pferd eine mentale und physische Balance zu erreichen, die weit über das Reiten und den Sport hinaus geht. Das ganze Leben muss ausbalanciert sein, um Ziele erreichen zu können.


Auszug aus dem Buch "Love without end, Jesus speaks" von Gleenda Green:

Diese Bemerkung erinnerte mich an ein Erlebnis aus meiner Jugend. Damals begeisterte ich mich für Pferde und Rodeos, und eine Spezialität von mir waren Fassrennen. Eines Tages übte ich auf der Reitbahn, als ein alter Cowboy meine Probleme mit meiner Stute bemerkte. Sie war langsam und schnitt die Kurven viel zu weit. Ich arbeitete mich ab, doch ohne Erfolg. Der alte Mann winkte mich zu sich an den Zaun, und ich hoffte, von ihm ein paar Tipps zu bekommen – was auch geschah, doch ganz anders, als ich erwartet hatte. In breitem Texanisch fragte er mich mit der Zigarette im Mundwinkel nach meinem Gewicht. Ich hatte damals eine »Twiggy«- Figur und musste errötend zugeben,dass ich nur fünfzig Kilo wog. Er deutete auf meine Stute und fragte: »Wie kommst du auf die Idee, dass du eine halbe Tonne Pferdefleisch einfach so herumschleudern kannst?« Ich war baff! Was war das für eine Frage? Ich wollte schon einfach darüber hinweggehen und mich abwenden, als mir ein inneres Gefühl sagte, dass er auf etwas hinauswollte, was für mich wichtig sein könnte. 

Dieser Mann hatte fünfzig Jahre lang Reiter trainiert, doch ich wusste nicht, ob er sich über mich lustig machte oder mir etwas Gutes tun wollte. Ich war neugierig genug, um das Risiko einzugehen. »Wenn du die Stute vor die Wahl stellst, ob es nach ihr oder nach dir gehen soll, wird sie sich wahrscheinlich für einen Kompromiss entscheiden und irgendwas dazwischen tun. Du versuchst dann, die Differenz durch Kraft oder Hartnäckigkeit auszugleichen. Damit erhältst du nie eine gute Leistung. Das Geheimnis liegt darin, eins mit dem Pferd zu werden, damit seine Art gleichzeitig deine Art ist! Dann bist du fünfzig Kilo schwerer als die Stute und hast das Sagen.« 

Damit hatte er meine ganze Aufmerksamkeit, und ich lernte noch manche Geheimnisse der »Einheit« von ihm. Als ich Jesus diese Geschichte erzählte, half mir seine Gegenwart wiederum, ein tieferes Verständnis zu gewinnen. Wir schauten einander intensiv in die Augen und er wusste, dass ich eine wichtige Wahrheit begriffen hatte. 

Kontrolle ist ein Instrument der Trennung! Das Kommando ist ein Instrument der Einheit! Selbst in Kriegssituationen weiß jeder gute General, dass das Geheimnis der effektiven Befehlsgewalt im Kameradschaftsgeist und im gemeinsamen Ziel der Truppe liegt. Gott gab seinen Kindern die Macht der Liebe. In Verbindung mit Kontrolle wird diese Macht gemindert, durch Gebieterschaft wird sie gestärkt. Diese Erkenntnis war sehr wichtig für mein Verständnis dessen, was er mir über Strukturen beigebracht hatte. Laut Jesus verursachen die Strukturen Krankheiten und Schwächung. Es kostet uns endlose Mühen, den Verfall der Strukturen immer wieder zu reparieren. Der Körper ist eine komplexe Form aus Liebe und Struktur, dessen paradoxe, komplementäre Kräftedurch das spirituelle Herz und seine höhere Intelligenz integriert werden.

Equitaris